Öffentlicher Pensionsfonds: Keine Entscheidungen über die zukünftige Investitionsstrategie im stillen Kämmerlein!

Der öffentliche Pensionsfond (FDC) verwaltet 26 Milliarden Euro. Wie dieses Geld investiert wird, wird in der Investitionsstrategie festgelegt, welche heute im Verwaltungsrat des Pensionsfonds beschlossen werden soll. Ein genauer Blick auf das Portfolio des FDC zeigt, dass weiterhin Pensionsreserven sowohl in Atomkraft als auch in fossile Energien investiert werden und das für die nachhaltige Sicherung unserer Renten weiterhin dringender Handlungsbedarf besteht.

"Die Investitionen unserer Pensionsreserven müssen im Einklang mit den Zielen des Pariser Klimaschutzabkommens stehen. Es reicht nicht, einzelnen Teilen des FDC einen grünen Anstrich zu verpassen. Das gesamte Portfolio muss kompatibel mit dem 1,5 Grad-Pfad sein. Sonst hinterlassen wir den zukünftigen Generationen weder eine angemessene Rente noch einen lebenswerten Planeten. Investitionen in Atomkraft und in fossile Energie stellen ein finanzielles Risiko dar und gefährden die zukünftige Sicherheit unserer Renten”, so Djuna Bernard, Parteivorsitzende von déi gréng.

Im Frühjahr hatte sich die Arbeitnehmer*innenkammer (CSL) mit Blick auf die künftige Investitionsstrategie für einen Paradigmenwechsel beim FDC ausgesprochen2. Auch die Zivilgesellschaft äußerte wiederholt Kritik an der aktuellen Investitionsstrategie, zuletzt etwa das nationale Aktionskomitee gegen Atomkraft.

Meris Šehović, Parteivorsitzender von déi gréng, unterstreicht: “Die Kritik zeigt, dass eine so wichtige Entscheidung wie die zukünftige Investitionsstrategie des FDC nicht im stillen Kämmerlein des Verwaltungsrates beschlossen werden darf. Wir brauchen eine gesellschaftliche Debatte über die Ausrichtung des FDC. Deswegen begrüßen wir auch, dass eine Konsultationsdebatte im Parlament vom zuständigen Minister beantragt wurde. Eine solche Debatte muss jedoch ergebnisoffen geführt werden und macht nur Sinn, wenn davor nicht bereits Fakten vom Verwaltungsrat des FDC geschaffen wurden.”

Quellen:
https://www.greenpeace.org/static/planet4-luxembourg-stateless/2022/03/c9fc6e24-nextra-consulting_-fdc-sustainability-analysis.pdf
https://www.csl.lu/wp-content/uploads/2022/04/20220401_note_le-fonds-de-compensation.pdf
https://www.csl.lu/wp-content/uploads/2022/04/20220401_note_le-fonds-de-compensation.pdf

Meris Sehovic